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Startseite > *Reisen Europa > Italien
Beschreibung:
Italien zählt schon seit vielen Jahren zu den beliebtesten Urlaubsregionen in ganz Europa. Vor allem aus den deutschsprachigen Ländern kommen jedes Jahr die Urlauber immer wieder gerne nach Italien. Zu den großen Vorzügen Italiens gehört zweifelsohne sein herrliches, außerordentlich mildes Klima, das es den Alpen, dem überall wirksamen Einfluss des Meers und der günstigen südlichen Exposition ganzer Landschaften verdankt. Doch ist auch hier ein bedeutender Unterschied zwischen dem kontinentalen und dem peninsularen Italien bemerkbar; jenes hat auffallend kontinentales, dieses überwiegend maritimes Klima. Es lassen sich drei Regionen unterscheiden: Norditalien mit dem Pogebiet, Mittelitalien und Süditalien, zu welchem die ligurische Küste zu rechnen ist. Im Pogebiet wechseln kalte Winter mit heißem Sommern; trotz einer mittlern Jahrestemperatur von 15°C kommen Temperaturen von -10°C vor, und der Winter ist, wenn auch kürzer, so doch fast so kalt wie im Rheintal zwischen Koblenz und Bonn. Nur ein schmaler Saum unmittelbar am Fuß der Alpen und an den lombardischen Seen macht eine Ausnahme. Dem entsprechend ist die Vegetation in der Lombardei durchaus mitteleuropäisch, nur solche Pflanzen des Südens können hier angebaut werden. In Mittelitalien ist die tyrrhenische Abdachung vor der adriatischen bevorzugt durch höhere Wintertemperatur, was sich namentlich darin ausprägt, dass am ganzen Küstensaum Dattelpalmen bis auf kurze Unterbrechung, in der Toskana auch Agrumen bei einigem Schutz vorkommen. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 17,5°C, aber noch in Rom sind -1,9°C möglich und Schnee ist jeden Winter ein- oder zweimal zu erwarten, wenn er auch nicht liegen bleibt. Auch hier überwiegt der mediterrane Charakter der Flora, nur in der Küstenzone sind immergrüne mediterrane Bäume und Sträucher häufig, und dem Ölbaum sind hier größere Flächen gewidmet. Erst in Süditalien und der durch die Apenninen gebildeten klimatischen Oase von Ligurien herrscht volle Mediterranflora, und der Nordländer findet das Italien, welches er schon am Fuß der Alpen suchte. Erst hier, vom Monte Gargano und Terracina an, werden Agrumen im großen Stil angebaut und sind Dattelpalmen häufig nicht nur selten. Erst von hier an sind die mitteleuropäischen Holzgewächse auf die Höhen der Berge zurückgedrängt und finden sich in Fülle die Opuntien und Agaven und die Vertreter der Mediterranflora, die immergrünen Eichen, die Karuben, Pistacia lentiscus, der Erdbeerbaum, die Phyllyreen, Lorbeer, Myrte, Oleander und jene große Zahl südlicher aromatischer Halbsträucher und Zwiebelgewächse, hier finden sich die winterlich grünen, mit buntem Blütenschmuck überdeckten Matten des Südens, welche an die Stelle der Wiesen des Nordens treten. Die mittlere Jahrestemperatur dieses Gebiets beträgt 20 °C, steigt aber in Sizilien bis auf 21,5°C; der Winter ist sehr mild, 13 - 16 °C, so dass keine Unterbrechung in der Vegetation eintritt und nur die Berge längere Zeit von Schnee bedeckt sind. Hier erhebt sich die immergrüne Zone, die in Mittelitalien 1000 m nicht erreicht, bis auf 1200 m, erst dann beginnt meist mit Edelkastanien der Gürtel der laubabwerfenden Bäume; die Region von 1.200 - 2.300 m ist der Buche und der Kiefer eigen, aber nur auf den höchsten Höhen der Abruzzen u. Korsikas finden sich alpine Pflanzen. im Sommer kann es unerträglich heiß werden mit Temperaturen über 45 °C im Schatten.
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